Künstler
Über
Die Landschaft war in der frühen Phase meines Schaffens der Ausgangspunkt meiner Arbeit. Es ging mir weniger darum, sie abzubilden, als darum, über sie Atmosphäre zu erzeugen / zu verdichten — etwas, das näher an Stimmung oder Erinnerung liegt. Sie wurde zur Projektionsfläche für Sehnsucht, Begehren und Einsamkeit. Später verschob sich das in Richtung einer Art Bühne, die autobiografische Momente trägt und Begegnungen zwischen Figuren ermöglicht.
Mit der Geburt meiner Tochter ist meine eigene Kindheit auf unerwartete Weise wieder präsent geworden. Meine Arbeit bewegt sich seitdem zwischen diesen Perspektiven — zwischen Kind und Elternteil. Ich suche nach Bildern für frühe Wahrnehmungszustände, für Momente, die später kaum noch zugänglich sind.
Es sind oft intensive, überwältigende Erfahrungen: der Druck der Welt, die Fremdheit bestimmter Situationen, eine gesteigerte Wahrnehmung von Materialität, besonders im Spiel. Für ein Kind haben diese Zustände etwas Totales — es gibt keinen Abstand zu ihnen.
Die Arbeiten werden meist großformatig, mit Figurenkonstellationen, die gelegentlich an historische Bildordnungen erinnern. Durch die Beteiligung meiner Tochter Mette kommt jedoch eine andere Qualität ins Spiel — eine Form von Direktheit oder Offenheit, die sich einer vollständigen Kontrolle entzieht und dennoch die Schwere dieser frühen Erfahrungen mitträgt.